„Wir sind da!“ eine vierteilige Podcast-Serie über Selbstbewusstsein, Selbstbestimmung und Sichtbarkeit von Frauen mit Behinderungen
Als Manuela Lanzinger im Jahr 2004 die Diagnose Multiple Sklerose bekam, war sie als Umweltberaterin bei den Wiener Volkshochschulen tätig. Sie hatte Glück: ein verständnisvoller Chef, ein Betriebsklima, in dem sie offen über ihre Erkrankung sprechen konnte. Kündigungsangst? Nein. Unterstützung? Ja.
Und trotzdem: Teilzeit bedeutete weniger Lohn – und später weniger Pension. Projekte wurden ihr zunächst nicht mehr zugetraut. Im Team brauchte es Sensibilisierungsarbeit. Lanzinger musste argumentieren, überzeugen, sich Zuständigkeiten zurückholen. Am Ende führte genau das zu besseren Strukturen für alle– etwa klar geregelten Stellvertretungen bei Projekten.
Heute ist sie Vizepräsidentin des Österreichischen Behindertenrates – und sieht die größeren Zusammenhänge. Die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung steigt massiv. Besonders Frauen mit Behinderung sind von Mehrfachdiskriminierung betroffen – viele scheinen in keiner Statistik auf.
Was es braucht, damit ihr Potenzial nicht verloren geht –darüber sprechen wir jetzt.
Herzlich Willkommen, sagt Sandra Knopp. In den kommenden vier Podcastfolgen stelle ich Ihnen Frauen mit Behinderungen vor, die andere dabei unterstützen ihren eigenen beruflichen Weg zu finden. Sie erzählen von ihrem Lebensweg, wie sie Barrieren überwunden haben und wie sie wurden, was sie sind. Wir sprechen darüber, welche Rahmenbedingungen es braucht, damit mehr Frauen mit Behinderung einen Job finden und warum es gerade in wirtschaftlich angespannten zeiten einen inklusiven Fokus braucht.
Lanzinger: Es beginnt schon mal bei der Bildung. Wir haben immer noch die Situation, dass das Sonderschulwesen in Österreich gefördert wird. Uns wird oft auch erzählt, dass es ja viel besser ist für die Kinder mit Behinderungen, weil sie dort besser betreut werden. Allerdings, gerade mit einem Sonderschulabschlusszeugnis, habe ich niemals die Qualifikation, um wirklich eine gute Möglichkeit am Arbeitsmarkt zu haben. Insofern fordern wir eine inklusive Bildung, in der natürlich dann auch in den jeweiligen Bildungssystemen Unterstützungsbedarf gewährleistet sein müssen. Es muss dann die ausreichenden Unterstützungsmöglichkeiten geben, sei das eben eine Schulassistenz, sei es auch persönliche Assistenz zu Hause, eben bei der Hausaufgabenbetreuung, sei das aber auch, dass assistierende Technologien eingesetzt werden. All diese Dinge in einer inklusiven Bildung sorgen dafür, dass alle Menschen besser qualifiziert sind und das würde aber gerade bei Frauen mit Behinderungen, die dann oft auch derzeit viel zu wenig Qualifikationen haben, sehr, sehr einen großen Fortschritt bedeuten.
Manuela Lanzinger ist Vizepräsidentin des Österreichischen Behindertenrates. Als Dachorganisation vertritt er mehr als 85 Mitgliedsorganisationen in Österreich und vertritt die Rechte von 1,4 Menschen mit Behinderungen. Im Februar 2026 ist die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung um 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Rund 17.200 Menschen mit ausgewiesener Behinderung sind arbeitslos gemeldet. Es fehlen quantitative Daten zur Situation von Frauen mit Behinderung am Arbeitsmarkt, kritisiert Manuela Lanzinger. Sie geht von einer hohen Zahl von Frauen mit Behinderungen aus, die einen Job suchen.
Lanzinger: Ja, wir haben einerseits die Situation, dass Frauen vor allem aufgrund ihrer Behinderung, aber auch als Frau, von Mehrfachdiskriminierungen betroffen sind. Im Sinne der Intersektionalität ist es auch hier so, dass sich die Diskriminierung oder die Gründe der Diskriminierung potenzieren, deshalb reden wir auch von intersektionaler Diskriminierung. Wir haben auch die Situation, dass wir von Frauen oft erzählt bekommen, dass sie ja gar nicht arbeitslos gemeldet sind. Denn viele Frauen müssen Care-Arbeit leisten, haben Kinder zu betreuen oder haben die Situation, dass sie pflegebedürftige Angehörige betreuen, auch wenn sie selbst eine Behinderung haben. Und diese Frauen scheinen dann in der Arbeitslosen-Statistik gar nicht auf.
Knopp: Und deren Potential geht im Arbeitsmarkt aber verloren?
Lanzinger: Natürlich. Im Arbeitsmarkt gehen wahnsinnig viele Menschen mit Behinderungen, aber auch mit chronischen Krankheiten verloren. Es gehen gerade auch sehr viele Frauen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten dem Arbeitsmarkt verloren. Und das ist auch ein großer negativer Aspekt, prinzipiell auch für die Arbeitsplatzsituation oder auch für das ganze Unternehmensklima. Denn wir haben immer wieder gehört, dass es in Unternehmen, wo auch mehr Frauen arbeiten, prinzipiell oft die Situation für alle Menschen besser ist, dass hier mehr Respekt oder auch mit mehr Teamkultur die Arbeit verrichtet wird, und ich denke mir, dass gerade Menschen mit Behinderungen und da spezifisch Frauen mit Behinderungen auch eine andere Unternehmenskultur oft bewirken und hier eigentlich ein positiver Effekt für alle die dort arbeiten stattfindet.
Manuela Lanzinger hat Biologie studiert. Zuletzt war sie von 1999 bis 2024 als Umweltberaterin bei den Wiener Volkshochschulen beschäftigt. Fünf Jahre nachdem sie dort begonnen hatte, erfuhr sie, dass sie MS hat.
Lanzinger: Ja genau, ich war damals Umweltberaterin bei den Wiener Volkshochschulen und zum Glück hatte ich die Situation einer Unternehmenskultur im Betrieb, wo ich gewusst habe, ich kann meine Diagnose bekannt geben und habe jetzt nicht gleich die Situation, dass ich deswegen schief angeschaut werde oder gemobbt werde oder von Kündigung bedroht bin. Ich habe mit meinem Chef sehr offen und ehrlich darüber gesprochen. Er hat mich sogar im Krankenstand damals im Spital besucht und hat mir seine Unterstützung zugesagt. Aber es gab eben damals nicht die Möglichkeit, Teilzeit mit Lohnausgleich zu bekommen. Ich konnte natürlich auf Teilzeit reduzieren, wie gesagt schon mit den Nachteilen, zwar auch einen Lohnverzicht damit hinnehmen zu können, aber ich konnte im Betrieb bleiben.
Das bedeutete Einbußen im Lohn, aber auch für die spätere Pension.
Lanzinger: Genau diese Situation trifft aber Frauen mit Behinderungen oft sehr schwer, vor allem wenn sie einen Job haben, wo sie nicht so viel verdienen, denn Teilzeit bedeutet weniger Geld und viele Frauen rutschen dann in eine Situation, wo sie dann von Armut bedroht sind. Wir brauchen daher unbedingt ein System. Wo Menschen, die einfach aufgrund ihrer Behinderung, ihrer Krankheit nicht in der Lage ist, mehr Stunden zu leisten, eine Teilzeitmöglichkeit haben, bei der sie aber jedenfalls einen Lohnausgleich erhalten. Knopp: Sie leisten ja wertvolle Arbeit, darum geht es ja. Lanzinger: Absolut. Und es bringt auch einerseits dem Arbeitsmarkt etwas und es bringt der gesamten Gesellschaft etwas und es bringt auch dem Staat etwas, wenn Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten länger am Arbeitsmarkt bleiben, sie zahlen dann trotzdem zum Beispiel Steuer, sie bezahlen Krankenversicherung, sie zahlen auch damit in das Sozialsystem ein und genau aus diesem Grund ist es eben auch so wichtig, dass wir mehr Menschen mit Behinderungen und da auch gerade mehr Frauen mit Behinderungen wieder in den Arbeitsmarkt bekommen.
Als Manuela Lanzingers Erkrankung im Team bekannt wurde, galt es einiges an Sensibilisierungsarbeit zu machen.
Lanzinger: Ich habe natürlich dann trotzdem auch kurzfristig erlebt, dass gerade auch Kolleginnen und Kollegen Angst hatten, als ich wieder dann aus dem Krankenstand zurück war, mir Projekte wieder anzuvertrauen. Und ich hatte eine Zeit lang dann keine Projektleitungen oder konnte auch nicht in Projekts mitarbeiten. Ich wurde dann eher für Beratungstätigkeiten oder teilweise auch für Büro-Tätigkeiten eingesetzt, wo ich ja eigentlich überqualifiziert war. Und ich habe mich dann aber schon mit sehr viel Selbstbewusstsein und sehr viel Argumentation wieder zurückgekämpft, dass ich auch wieder doch jetzt wieder da bin, dass nicht unbedingt gleich wieder ein Krankenstand zu erwarten ist und ich hab dann geschaut, dass ich auch wieder Projektverantwortungen bekomme. Eigentlich hat dann meine Situation dazu bewirkt, dass wir einen Schritt im Sinne der Qualitätssicherung gegangen sind. Wir haben nämlich dann prinzipiell bei allen Projekten neben der Projektleitung auch eine Stellvertretung bestimmt.
Letztendlich erwies es sich bei Projekten generell als Vorteil einen Stellvertreterinnen oder Stellvertreter zu bestimmen. Manuela Lanzinger nutzt später in ihrer Berufstätigkeit einen Rollstuhl. Gab es neben den Arbeitszeiten noch andere Dinge, dieadaptiert wurden?
Lanzinger: Wir haben dann einige Dinge anders gelöst, zum Beispiel haben dann oft Kolleginnen und Kollegen bei Projekte, bei internationalen Projekts, die Dienstreisen übernommen. Weil das für mich sonst schwierig zu bewerkstelligen gewesen wäre. Es war nicht immer klar, in jedem Projektland unbedingt barrierefreie Unterkunftsmöglichkeiten zu finden oder dass die dort auch barrierefreie Konferenzräume hatten. Daher haben wir gesagt, okay, es fährt jemand anderer für mich. Ich habe auch etliche Infotische früher betreut. Das war dann auch schwierig, weil ich konnte schlecht mit einem Rollmobil oder dann mit dem Rollstuhl den Tapezierertisch transportieren und Schachteln am Bücher transportieren. Wir haben das dann so gelöst, entweder wir waren zu zweit beim Infotisch eingeteilt und die andere Person hat das alles transportiert und ich bin beim Info-Tisch dort gewesen oder wir haben die Dinge schon vorher mit am Botendienst hingeschickt und ich bin hingekommen. Wir haben uns dann einfach solche Dinge ausgemacht. Aber es hat dann auch andere Vorteile gegeben. Ich habe mir mit meiner Kollegin, mit der ich fachlich eng zusammengearbeitet habe, ausgemacht, dass ich zum Beispiel Abendtermine mache, am barrierefreien Volkshochschulen zum Beispiel Vorträge halte. Sie hatte damals noch zwei kleine Kinder und war dadurch am Abend nicht so gut verfügbar. Ich hatte kein Problem damit, daher habe ich Abendtermine gemacht und sie hat oft dann auch die Infotische unter tags übernommen.
Ihr war es auch wichtig anderen Menschen mit Behinderung und/oder chronischen Erkrankungen zu unterstützen. Daher hat Manuela Lanzinger sich als eine der Behindertenvertrauenspersonen aufstellen lassen und wurde gewählt.
Lanzinger: Wir haben dann einfach Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihren Anliegen, wenn sie Krankheit bekommen haben, unterstützt haben. Ihnen Tipps gegeben gemeinsam mit dem Betriebsrat, wie sie zum Beispiel zu einer Wiedereingliederungsteilzeit kommen, wie das ausschaut mit Rehageld oder Umschulungsgeld oder auch wo sie einfach Unterstützungen bekommen, wie Sie eben besser mit Ihrer Krankheit zurechtkommen oder wo es eben Adaptierungsmöglichkeiten dann in Betrieb gibt.
An eine solche Begebenheit erinnert sie sich zurück.
Lanzinger: Wir hatten zum Beispiel einmal eine Reinigungskraft mit Brustkrebs, wo wir auch sogar mit unserer Arbeitsmedizinerin, mit unserer Betriebsärztin festgestellt haben, dass sie auf keinen Fall mit dieser Reinigungsmaschine fahren darf, weil nämlich durch diese Vibration und dem Fehlen der Lymphknoten - das für sie sogar lebensgefährlich sein konnte und wir haben dann eben auch durchgesetzt, auch mit der Kollegialität all jener anderen Reinigungskräfte an diesem Standort, dass sie zum Beispiel dann eben nicht mit dieser Reinigungsmaschine gefahren ist, dass in ihren Stock jemand anderer diese Maschine betätigt hat und sie dafür andere Reinigungsarbeiten in anderen Stockwerken übernommen hat für die anderen. Also wir haben dann immer versucht, mit den jeweiligen direkten Vorgesetzten und den Betroffenen samt den Kolleginnen und Kollegen eine gemeinsame Lösung zu finden. Und wenn ein bisschen Toleranz, Respekt, Akzeptanz da ist, dann finden sich fast immer Lösungen, um in einem Betrieb eine Arbeitskraft auch erhalten zu können.
Manchmal sind es kleine Schrauben an denen gedreht werden kann, manchmal braucht es aber auch mehr. Persönliche Assistenz ermöglicht vielen Menschen, dass sie einem Job am ersten Arbeitsmarkt nachgehen können. Aber nicht für alle ist diese Maßnahme zugänglich.
Lanzinger: Wir hatten die Situation auch von Menschen mit psychischen Erkrankungen, dass diese eigentlich persönliche Assistenz am Arbeitsplatz gebraucht hätte. Und damals gab es aber noch nicht die Möglichkeit, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen eine persönliche Assistenz am Arbeitsplatz bekommen. Und da war es dann auch oft so, dass diese Personen dann nicht mehr in Betrieb verbleiben konnten. Und ich finde das sehr schade. Wir haben jetzt ja noch immer auch die Situation, dass es nicht für alle persönliche Assistenz am Arbeitsplatz gibt. Also bei psychischen Erkrankungen sind wir eigentlich bei einem Pilotprojekt. Bei Menschen mit Lernschwierigkeiten haben wir es auch noch immer nicht. Ich bin der absoluten Überzeugung, wir brauchen persönliche Assistenz am Arbeitsplatz für alle Menschen, die einen Unterstützungsbedarf haben. Es braucht natürlich auch adaptive Möglichkeiten, auch bei uns wurde zum Beispiel das Behinderten-WC umgebaut, barrierefrei. Es wurde darauf geachtet, dass der Eingang, als wir umgezogen sind, im neuen Büro barrierefrei war. Wir haben auch bei den Türen einen Elektromotor angebracht, damit ich leichter die Türen öffnen konnte. Also es sind schon auch Arbeitsplatzadaptierungen erforderlich und da ist es natürlich schon auch notwendig, dass die öffentliche Hand auch diese Arbeitsplatz-Adaptierung mit Förderungen unterstützt. Genauso wie es eben auch notwendig ist, dass persönliche Assistenz am Arbeitsplatz unterstützt wird mit Förderungen. Ebenso notwendig es, dass es assistierende Technologien gibt.
Unterstützungsleistungen wie Lohnkostenzuschüsse für Betriebe, Arbeitsplatzadaptierungen, technische Arbeitsbehelfe, Qualifizierungsmaßnahmen sowie Angebote wie Jobcoaching und Arbeitsassistenz werden in Österreich aus Mitteln des Ausgleichstaxfonds (ATF) finanziert. Der Fonds speist sich unter anderem aus Beiträgen jener Unternehmen, die die gesetzlich vorgeschriebene Anzahl an begünstigt behinderten Menschen nicht erfülle . Auch Mittel aus der öffentlichen Hand fließen ein. Doch angesichts der angespannten Wirtschaftslage steht viel auf dem Spiel, sagt Manuela Lanzinger.
Lanzinger: Ja, wir haben die Situation, dass der Ausgleichstaxsfonds schon seit langem nicht mehr ausreichend Mittel hat. Eine Zeit lang hat jetzt der Bund zusätzliche Gelder zugeschossen, um eben alle Leistungen, die über den Ausgleichstaxfonds finanziert worden sind, eben diese ganzen Unterstützungsmaßnahmen sicherzustellen. Wir wissen aber jetzt, dass es zu Kürzungen kommt seitens des Bundes. Und hier ist es ganz notwendig, einerseits zu evaluieren, welche Leistungen sollen über den Ausgleichstaxfonds gezahlt werden, aber auch, wie muss die Finanzierung langfristig sichergestellt werden, damit auch all die Unterstützungsmaßnahmen wie eben NEBA, wie eben auch Arbeitsassistenz etc., dass all diese Dinge auch über diesen Ausgleichstaxfonds auch gezahlt werden können. Unsere große Befürchtung ist, dass durch die Kürzungen eben etliche dieser Unterstützungsleistungen mitgekürzt werden, was letztlich dazu führt, dass weniger Menschen mit Behinderungen am Arbeitsplatz erhalten werden können, oder auch nicht mehr an den ersten Arbeitsmarkt zurückgeführt werden können. Und hier wissen wir natürlich, sobald Menschen mit einer Behinderung betroffen sind, sind verstärkt wieder Frauen mit Behinderungen davon betroffen. Es ist aus dem Grund jedenfalls ganz wichtig, dass es eigene Förderprogramme spezifisch für Frauen mit Behinderungen braucht, um sie wieder auf den Arbeitsplatz zu bringen.
Abschließend spricht Manuela Lanzinger einen Punkt an, der oft übersehen wird. Es gilt die Aufstiegschancen von Frauen mit Behinderung in den Fokus zu rücken.
Lanzinger: Weiterbildungsmaßnahmen zu machen, die spezifisch an Menschen mit Behinderungen angepasst sind, auch zum Beispiel für Menschen mit Lernschwierigkeiten, dass Ausbildungen und Weiterbildung länger dauern können. Es gibt zwar schon die Lehre. Die verlängerte Lehre, aber hier fehlt noch einiges. Wir brauchen jedenfalls Weiterbildungsmaßnahmen, die barrierefrei sind und die auch vom Zeitvermögen her, gerade auch für Frauen mit Behinderungen, die auch Care-Arbeit leisten, länger dauern können, dass sie eben zum Beispiel mit modulartig Weiterbildungen machen können und somit länger Zeit haben neben einer Teilzeitmöglichkeit neben ihrer Care-Arbeit auch eine Ausbildung oder eine Weiterbildung abzuschließen.
Knopp: Das sind tolle Wünsche, ich danke dir für das Gespräch.
Lanzinger: Gerne, ich freue mich, dass wir darüber reden konnten.
Das war Teil2 einer vierteiligen Serie mit dem Titel „Selbstbewusstsein, Selbstbestimmung und Sichtbarkeit“ – über berufliche Wege von Frauen mit Behinderungen. In den nächsten Tagen hören Sie weitere Porträts, darin geht es um das Studieren mit Behinderung, persönliche Assistenz und wie für junge Frauen der Übergang von Schule in den Beruf gelingen kann. Vielen Dank fürs Zuhören! Das war „dabei sein im Arbeitsleben – Chancen für alle“ Den Podcast gibt es auf allen gängigen Podcastplattformen zu hören. Wenn Ihnen berufliche Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung wichtig ist, dann teilen Sie bitte diese Podcastfolge – mit ihren Familien, mit Freund:innen, mit Kolleg:innen und allen, denen Inklusion am Herzen liegt. Abonnieren Sie den Podcast, damit Sie keine Folge verpassen. Mehr über die Forderungen von dabei-austria an die Arbeitsmarktpolitik lesen Sie unter dabei-austria.at Auf Wiederhören und bis zum nächsten Mal, sagt Sandra Knopp.